Die sektorale Dimension der beruflichen Weiterbildung wird durch die gemeinsamen sektoralen Kommissionen (CPS) entwickelt. Diese Kommissionen verwalten, überwachen und kontrollieren die Weiterbildung in diesem Sektor und setzen sich aus den repräsentativsten Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen zusammen. Sie können durch sektorale Tarifverträge oder durch spezifische Vereinbarungen eingerichtet werden. Das Collective Agreement Retrieval System (CARS) ist eine Online-Suchmaschine für Tarifverträge und Schiedssprüche, die bei der Abteilung Für arbeitsbeziehungen eingereicht wurde. Das CARS-System umfasst auch die vierteljährliche Publikation «Collective Bargaining in New Brunswick». Die Sozialpartner beteiligen sich über die Programmverträge, die öffentliche Zuschüsse erhalten, an den Ausbildungsinitiativen auf sektorübergreifender und sektoraler Ebene. Diese Initiativen bestehen hauptsächlich aus Ausbildungsplänen, die die öffentliche Arbeitsverwaltung und die autonomen Gemeinschaften mit den repräsentativsten Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, den Organisationen der Sozialwirtschaft und den Vereinigungen der Selbständigen vereinbaren. Durch dieses System können Suchanfragen zu Tarifverträgen und Schiedssprüchen mit Schlüsselwörtern in beiden Amtssprachen durchgeführt werden. Mit seinen umfassenden Suchfunktionen ist CARS ein unschätzbares Instrument für Tarifverhandler und -verwalter, Arbeitsschlichter und Mediatoren sowie Praktiker für Arbeitsbeziehungen im Allgemeinen. Im branchenübergreifenden Tarifvertrag von 2007 heißt es, dass die Ausbildung und Entwicklung beruflicher Kompetenzen ein strategisches Ziel der Sozialpartner ist.

Die Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften haben seit den nationalen Weiterbildungsvereinbarungen in den 90er Jahren, die zu diesem System geführt haben, ein gemeinsames Interesse an der Entwicklung des Systems der beruflichen Weiterbildung im Rahmen des sozialen Dialogs und der Tarifverhandlungen. Im Jahr 2005 machten Frauen 42,7 % der Begünstigten der Weiterbildung aus, vier Punkte mehr als ihre spezifische Beschäftigungsquote von 38,2 %. Im Alter waren die Arbeitnehmer im Alter von 26 bis 35 Jahren mit 39 % die größte Gruppe der Begünstigten, zum Nachteil der Arbeitnehmer über 45 Jahre oder alter Alter, auf die nur 21 % entfielen. Die Deckungsquote der nationalen angebotsgesteuerten Ausbildung belief sich 2005 auf 3,7 % der potenziellen Begünstigten. Auf sektorübergreifender und sektoraler Ebene finden die Weiterbildungsinitiativen hauptsächlich über die von der öffentlichen Arbeitsverwaltung subventionierten Programmverträge statt. Die meisten Programme entsprechen Ausbildungsplänen, die in den Rahmen nationaler sektoraler Tarifverhandlungen fallen. Im Jahr 2005 machten diese sektoralen Pläne 93,5 % der Programmverträge und 86 % der Begünstigten dieser Art von Initiative aus. a) Bedarfsorientierte Ausbildung entspricht den Ausbildungsbedürfnissen von Unternehmen und Arbeitnehmern und umfasst die Ausbildungspläne der Unternehmen und den individuellen Ausbildungsurlaub.

Diese Initiativen werden von den Unternehmen verwaltet und vollständig oder teilweise durch ein Darlehen finanziert, das durch Zulagen in den von den Unternehmen entrichteten Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt wird. 2004 wurde mit dem Königlichen Dekret 1046/2003 die erste Reform des CVT-Modells seit seiner Einführung im Jahr 1993 eingeführt. Diese Reform bezieht sich als Referenz organisches Gesetz 5/2002 vom 19. Juni und die Nationale Liste der Berufsqualifikationen. Diese Liste enthält die beruflichen Qualifikationen, die die Grundlage für die Ausarbeitung der Ausbildungsprogramme und für die Anerkennung und Akkreditierung der in diesen Ausbildungsmaßnahmen erworbenen Kompetenzen bilden. Im Jahr 2005 wurden Klauseln über die berufliche Weiterbildung in 40 % der Tarifverträge aufgenommen, von denen 51 % der tarifgebundenen Arbeitnehmer betroffen waren. Diese Zahlen entsprachen denen von 2002. Die Zahl der Klauseln über bezahlten Ausbildungsurlaub hat in den Betriebsvereinbarungen zugenommen, ist aber auf höherem Niveau zurückgegangen.